Eigenschaftsleitfaden
Härte von Zultanit — 6,5 bis 7 auf der Mohs-Skala
Zultanit (Farbwechsel-Diaspor in Edelsteinqualität) erreicht 6,5 bis 7 auf der Mohs-Härteskala – vergleichbar mit Peridot und unterhalb von Quarz. Damit liegt er im mittelharten Bereich: robust genug für Anhänger, Ohrringe und gelegentlich getragene Ringe, aber anfällig für Kratzer durch Quarzstaub (5–7 Mohs) und härtere Edelsteine in der Schmuckschatulle.
Die Messung
Die 1812 von Friedrich Mohs entwickelte Härteskala ordnet Minerale nach ihrer Kratzfestigkeit. Diaspor prüft je nach kristallografischer Richtung mit 6,5 bis 7 (das Mineral zeigt vollkommene Spaltbarkeit auf der Ebene {010}, sodass die Härte an der Grenze richtungsabhängig ist).
Was das für Schmuck bedeutet
Mit 6,5–7 Mohs ist Zultanit härter als Opal (5,5–6,5), Tansanit (6–7) und Apatit (5) und vergleichbar mit Peridot (6,5–7), Granat (6,5–7,5) und Turmalin (7–7,5). Er ist weicher als Quarz (7), Topas (8), Spinell (8), Korund (Saphir/Rubin, 9), Chrysoberyll einschließlich Alexandrit (8,5) und Diamant (10).
Praktische Folgen
Quarzstaub in der Luft zerkratzt mit der Zeit alles unterhalb von 7 Mohs. Zultanit-Schmuck – insbesondere täglich getragene Ringe – wird mikroskopische Oberflächenspuren ansammeln. Der Edelstein eignet sich besser für Anhänger, Ohrringe und gelegentlich getragene Ringe als für Eheringe oder Stücke für den täglichen Gebrauch.
Spaltbarkeit zählt mehr als Härte
Diaspor besitzt vollkommene Spaltbarkeit auf der Ebene {010} – das heißt, ein scharfer Schlag entlang dieser Ebene kann den Stein sauber spalten. Dies ist ein kritischerer Aspekt der Haltbarkeit als die Mohs-Zahl. Meisterschleifer orientieren die Tafelfacette so, dass die Spaltbarkeit möglichst wenig exponiert ist, doch der Edelstein bleibt anfällig für punktuelle Stöße.